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Großartige Leistungen bei der
Tiroler Rad-Meisterschaft für Behinderte in Kelchsau
Bei strahlendem, aber heißem Sommerwetter veranstaltete das
Treppenfüchse-Biketeam das schon beinahe legendäre Radrennen
„Wegscheid-Classic“, bei dem sich der TBSV diesmal mit der Tiroler
Rad-Meisterschaft anhängen konnte.
Start des
Rennens war fast im Zentrum von Hopfgarten, dann gings nach Kelchsau und in den
Kurzen Grund, wo vor dem Gasthof „Wegscheid“ nach 15,5 km das Ziel winkte. Es
waren 540 Höhenmeter zu überwinden, die den Radlern, insbesondere den
Handbikern, alles abverlangten.
In der
Behindertenklasse gingen insgesamt 14 Sportler an den Start, davon drei
Handbiker und 1 Tandem (Blinde).
Von den 14
Starten waren nur acht aus Tirol, und von diesen acht tirolerischen Teilnehmern
starteten fünf für die TU Schwaz, Sektion Behindertensport.
Die
TUS-Sportler haben sich wacker geschlagen, auch wenn es zu einem Sieg in keine
Klasse gereicht hat. Der heißeste „Gold“-Anwärter Christian Wilberger aus dem
Stubaital musste sich seinem „Berggegner“ Michael Kurz geschlagen geben, hat
sich aber für die WM in Italien (8.9.2009 – Piemont) qualifizieren können.
Platzierungen
der TUS-Sportler:
Klasse LC2 (US-amputierte)
Wilberger Christian Platz
2
Pletzenauer Josef Platz
4
Warth Herbert Platz 5
Feller Hanspeter Platz
6
Anita Ruetz (Klasse LC 3/4) wurde (wieder einmal) in der
Männerklasse gewertet und belegte den 2. Platz
Beim
Zieleinlauf haben sich insbesondere für die behinderten Radfahrer einige
ziemlich gefährliche Situationen ergeben, weil die vor ihnen ankommenden
Radfahrer kurz nach dem Ziel einfach stehen geblieben sind. Dadurch wurde es
immer enger, einige Autofahrer wollten unbedingt durchfahren und dann stand
sogar noch ein Feuerwehrauto mitten auf der Ziellinie. Hanspeter Feller konnte nicht einmal das Ziel normal passieren, sondern musste über eine Böschung
ausweichen. Leider war auch scheinbar niemand vor Ort, der für Ordnung gesorgt
und die Zielausfahrt freigehalten hätte.
Zur Strecke
selbst ist zu sagen, dass sie für eine Tiroler Meisterschaft wahrscheinlich
doch zu anspruchsvoll war. Es waren einige ziemlich heftige Steigungen zu
überwinden und ab der Abzweigung Kurzer Grund ging es stetig bergan, sodass
auch keine kurze Erholungsphase mehr möglich war.
Einen
Versuch war es aber allemal wert, wobei auch betont werden muss, dass es nicht
ganz einfach ist, einen Veranstalter für die Tiroler Rad-Meisterschaft zu
finden, der eine Veranstaltung für eine Handvoll Athleten durchführt und zudem
alle erforderlichen Kriterien erfüllt.
Alles in allem war die
Veranstaltung geprägt von viel Sonnenschein und Hitze, tollen Leistungen der
Teilnehmer und von der Herzlichkeit der Sportler und der Zuschauer den
behinderten Teilnehmern gegenüber.
Bilder dieser Meisterschaft sehen Sie in unserer Fotogalerie
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